Ist Fett ein Dickmacher oder Fitmacher?

Fett kann ein Dickmacher sein. Mit etwas Hintergrundwissen wird es für Sie zum Fitmacher.Wir haben Angst vor Fett

Viele Menschen haben eine regelrechte Angst vor jedem Gramm Fett. Kein Wunder: In den letzten Jahrzehnten wurde allseits gepredigt, dass Nahrungsfett die Hauptursache von Übergewicht und einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten ist. Man dachte, Nahrungsfett würde immer direkt zu Körperfett umgewandelt. Fettreduzierte Light-Produkte kamen auf den Markt und boomen immer noch. Aber ist die Angst vor Fett wirklich berechtigt oder übertrieben? Schauen wir uns mal die Pros und Contras zum Thema Fett an:

Argumente contra Fett

- Fett liefert mit 9,3 kcal pro Gramm die meisten Kalorien. Kohlenhydrate und Eiweiß liefern mit nur 4,1 kcal pro Gramm weniger als die Hälfte der Kalorien. Zu viel Fett kann also schnell die Energieaufnahme steigern und eventuell zu einem Kalorienüberschuss (positive Kalorienbilanz) führen

- Gesättigte Fette können im Übermaß negative Auswirkungen auf die Blufettwerte haben. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können leicht im Körper oxidieren, Schäden an Zellen hervorrufen und Antioxidantien rauben. Omega 6-Fettsäuren wirken gefäßverengend und fördern Entzündungen im Körper

- Mit den falschen Nährstoffen kombiniert kann Fett schnell in die Fettzellen eingelagert werden und dick machen. Es kommt also auch auf die Zusammensetzung, die Kombination und das Timing von Mahlzeiten an (siehe letzter Abschnitt)

Argumente pro Fett

- Fett sättigt sehr gut aufgrund seiner hohen Energiedichte. Zudem hält es den Insulinspiegel flach und verringert dadurch Heißhunger auf ständig neue Zwischenmahlzeiten. Somit kann es zwar sein, dass pro fettiger Mahlzeit erst einmal mehr Kalorien aufgenommen werden, aber dass durch die Ersparnis von Zwischenmahlzeiten und Snacks den gesamten Tag über gesehen dennoch weniger Kalorien aufgenommen werden als bei fettarmer Kost.

- Die Aufnahme von Nahrungsfett erhöht auch die Verbrennung von Körperfett: Fett erhöht die Fettverbrennung!

- Fett reduziert den glykämischen Index von Speisen: Durch die langsame Verstoffwechslung (Fett liegt lange im Magen) gelangen zum Beispiel Kohlenhydrate langsamer in die Blutbahn. Das verhindert Überzucker und Insulinspitzen. Der Blutzuckerspiegel und die Insulinkurve werden stabil auf niedrigem bis mittlerem Niveau gehalten – abhängig von der Kohlenhydrataufnahme.

- Omega 3-Fettsäuren, insbesondere “fertige” aus Kaltwasserfischen/tieren, aber auch pflanzliche Omega 3-Fette, wirken entzündungshemmend, verbessern die Fließfähigkeit des Blutes (Omega-3-Index der roten Blutkörperchen) und fördern die Produktion guter Eicosanoide. Das sind gute Gewebshormone, die über allen anderen Hormonen stehen und diese in günstige Bahnen lenken, sogenannte Superhormone. Zudem sind Omega-3-Fettsäuren wichtig für die Struktur und Reizweiterleitung in den Synapsen unseres Gehirns und damit für unsere gesamte Gehirnleistung, u.a. für die Merk- und Denkfähigkeit.

- Fett wird zur Produktion von Hormonen benötigt, u.a. für die Produktion der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen. Ein Mangel an Fettaufnahme führt auf Dauer zu Störungen im Hormonhaushalt

- Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger – und Genuss spielt auch eine Rolle beim Essen

Was ist nun zu beachten – was soll ich tun?

Ob Fett nun tendenziell eher dick macht oder eher fit und schlank, das hängt von mehreren Faktoren ab:

- Von der täglich aufgenommenen Fettmenge

- Von der Fettsäurezusammensetzung: Gesättigte Fettsäuren : Einfach ungesättigte Fettsäuren : Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (und hier wiederum vom Verhältnis Omega 6 : Omega 3-Fettsäuren)

- Von den begleitend zum Fett aufgenommen Stoffen (also mit welchen anderen Makronährstoffen Fett kombiniert wird), also konkret von der Zusammensetzung einer Mahlzeit. Hier entscheidet das Verhältnis Fett: Kohlenhydrate: Eiweiß: Wasser

Gerne berate ich Sie in einem Coaching persönlich zu Ihrer Fettaufnahme und übersetze Ihnen meine Empfehlungen in einen einfach anzuwendenden persönlichen Ernährungsplan. Sie brauchen insofern kein Wissenschaftler zu sein, um mit Fett abzunehmen, sondern lediglich meinen Plan umsetzen.

Herzlichst

Ihr Gewichtscoach Martin Lang

Wichtiger rechtlicher Hinweis – Abgrenzung zur Medizin:
Alle Veröffentlichungen und Empfehlungen auf meiner Website stellen keine medizinische Beratung oder Therapie dar. Sie haben gemäß den gesetzlichen Vorgaben nicht das Ziel oder die Absicht, Krankheiten, Leiden oder Körperschäden von Menschen festzustellen, zu heilen oder zu lindern. Die Empfehlungen ersetzen nicht Beratungen oder Behandlungen durch Ärzte oder Heilpraktiker sowie verordnete Physiotherapie-Maßnahmen. Der Inhalt der Seiten ist lediglich als persönliche Meinung des Autors Martin Lang zu verstehen, nicht als Handlungsanweisung. Der Autor übernimmt keinerlei Haftung. Bitte folgen Sie in jedem Fall den Anweisungen Ihres Arztes.

 

 

 

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