Warum Dauerstress dick und krank machen kann – und was Sie dagegen tun können

Wir können dem Stress kaum entkommen

Wir alle sind täglich mehr oder weniger starkem Stress ausgesetzt, dem wir kaum entkommen können: Wir müssen in der Arbeit täglich unsere Leistung erbringen – in Stoßzeiten und in der Hochsaison auch mal mehr als sonst. Wir haben ständig neue Termine und Verpflichtungen. Wir lasten uns freiwillig ein mehr an Aufgaben auf als wir müssten (Mitgliedschaft und aktive Teilnahme in Vereinen, Nebenjobs, zeit- und kraftintensive Hobbies usw.). Sogar der Urlaub kann zum Stress werden – das Organisieren der Reiseunterlagen, das Koffer packen, Ärger und Wartezeiten am Flughafen, ein zu dicht gepacktes Ausflugsprogramm (“das muss man gesehen haben”) und lange Nächte haben schon so manchen unerholter zurückkehren lassen als er los ist. Die einzige, aber unrealistische Alternative wäre, aus unserem Gesellschaftsmodell der Verpflichtungen komplett auszusteigen und sich auf die Couch zu legen wie der Löwe ins warme Savannengras, was aber schon aus rein finanziellen Gründen für die meisten unmöglich ist.

Gesunder Stress (Eustress) und Adrenalin halten aktiv und schlank

Nun ist es beim Stress so wie beim Essen: Die Dosis macht das Gift. Tägliche Aufgaben und Beschäftigungen, die einen im Rahmen seiner Möglichkeiten zu kreativer Aktivität leiten, sind sehr sinnvoll und gesund. Sie sind sozusagen eine tägliche kleine “Stress-Impfung”, die uns resistenter macht für Spitzenbelastungen. Und ein gelegentlicher Adrenalinstoß löst sogar Fett aus den Adipozyten heraus, welches dann zur Verbrennung zur Verfügung steht. Adrenalin ist das am stärksten lipolytisch wirkende Katecholamin (ein fettlösendes Stresshormon). Kein Wunder – als unsere Vorfahren den Säbelzahntiger erblickten, stießen Sie schlagartig große Adrenalinmengen aus, um schnellstmöglich Energie zu mobilisieren für den Sprint zum nächsten Baum und das Klettern auf diesen.

Dauerstress (chronischer Stress) setzt viel krank- und dickmachendes Cortisol frei

Sobald die Stressfalle dauerhaft zuschnappt und unsere Erholungsphasen zwischen den Belastungen zu kurz werden, wird viel Cortisol freigesetzt. Und dieses Cortisol ist eines der gefährlichsten katabolen Hormone in unserem Körper. Denn es geht dem Körper “an die Substanz” und zwar an die Muskelsubstanz. Damit wir ständig Höchstleistungen erbringen können, bedarf es eines dauerhaft hohen Blutzuckerspiegels. Und um diesen hohen Blutzuckerspiegel ständig aufrecht zu erhalten, baut das Cortisol unsere wertvollen Muskeln ab und wandelt die herausgelösten Aminosäuren in Zucker (Glucose) um. Diesen Vorgang, der vor allem in der Leber abläuft, nennt man Glukoneogenese. Das heißt, das Stresshormon Cortisol opfert unsere Muskeln für mehr Leistungsenergie in Form von hohem Blutzucker. Es fördert zudem die Stammfettsucht, indem es das Wachstum des inneren Bauchfetts begünstigt, welches besonders viele Rezeptoren für Cortisol enthält. Deshalb haben stark gestresste Manager oft den berühmt berüchtigten “Cortisolbauch”. Jeder Manager, der keinen hat, arbeitet entweder zu wenig oder er hat gelernt, Stress an sich abperlen zu lassen wie Fett an einer Teflonpfanne. Der Muskelabbau und die Fetteinlagerung sind natürlich höchst unerwünscht, aber meist nötig, um den Dauerstress durchstehen zu können. Irgendwann aber hat das Cortisol dann so viel an Muskelsubstanz und damit an lebenswichtigem Eiweiß “abgenagt”, dass unser Immunsystem schwächelt und wir dem Dauerstress nicht mehr standhalten und krank werden. Nur eine Pause mit viel Regeneration kann den Cortisol-Spiegel dann noch senken und unsere Eiweißreserven im Muskel wieder auffüllen.

Wege, um trotz Dauerstress den Cortisolspiegel niedrig zu halten

Natürlich wäre es der Königsweg, dem Dauerstress erst gar keine Chance zu lassen und sein Leben etwas ruhiger zu gestalten mit mehr Erholung und Regeneration. “Entschleunigung” war vor ein paar Jahren mal ein großes Thema. Aber leider ist das nicht immer möglich. Was muss, das muss. So gerne ich z.B. jeden Samstag für Sie diese News schreibe – es ist dennnoch eine selbst auferlegte Pflicht für mich. Aber ich sitze hier am PC in der warmen Stube und höre nebenher meine Lieblingsmusik – insofern ist es kein Stress für mich und ich gebe gern mein Wissen weiter, um anderen zu helfen.

Wenn Sie also gefühlt schon viel Stress in Ihrem Leben haben, gibt es folgende Möglichkeiten, Ihr Cortisol zu senken:

1. Mehr Schlaf und echte Erholung

Sie sollten täglich unbedingt auf 8 Stunden Schlaf kommen und wenn möglich, schon vor 23 Uhr schlafen gehen. Zudem sollten Sie sich Mittags oder Abends ab und zu echte Erholung können und sich ein wenig hinlegen, ohne ständige Beschäftigung und Ablenkung durch TV, PC, Handy, Zeitung oder Telefon.

2. Meditationsmusik hören

Kaufen Sie sich doch eine CD mit entspannender Meditationsmusik, z.B. Zen-Buddhismus-Musik, Tibetanische Musik, Healing Music, Indian Spirits etc. und legen Sie sich mal schon um 19 oder 20 Uhr hin in einem dunklen Raum, dösen Sie ein wenig und lassen Sie nur die entspannende Musik auf sich wirken, sonst nichts.

3. Magnesium und Kalzium – das entstressende Duo

Diese beiden Mineralien senken – in ausreichender Dosis eingenommen – nachweislich Ihren Cortisolspiegel. Magnesium lässt Ihre Muskulatur und Ihre Blutgefäße entspannen und so wird Druck auch von den Nerven genommen. Gleichzeitig fließt das wärmende Blut leichter durch Ihren Körper und die Sauerstoffversorgung verbessert sich. Kalzium ist das schnelle Anti-Stress-Salz. Besonders gut aufgenommen werden beide Mineralien im Verbund mit organischen Säuren, z.B. als Citrate oder Maleate. Denn wenn z.B. das Kalzium im Blut nicht gut gelöst ist, hilft es auch beim Entstressen nicht. Sie können aber auch eine handelsübliche Kapsel Magnesium + Kalzium in Carbonatform einnehmen und dazu ein Glas spritziges Wasser mit einem Schuss Zitronensaft trinken. Die enthaltene Kohlensäure und die Zitronensäure lösen die Magnesium- und Kalziumverbindungen aus der Kapsel und machen die beiden Mineralien so besser bioverfügbar. Dadurch können Sie Ihr Cortisol jeden Tag ein wenig senken und meistern den Alltagsstress souveräner.

Diese drei Tipps sind drei einfache Basismöglichkeiten – natürlich gibt es noch viele weitere Tricks und Nährstoffe, die das gefährliche Cortisol effektiv senken bzw. in Schach halten können. In diesem Sinne – entstressen Sie Ihren Körper mal eine Woche lang gründlich mit meinen Tipps und lesen Sie nächsten Samstag meine News ganz erholt.

Ihr Gewichtscoach Martin Lang

Wichtiger rechtlicher Hinweis – Abgrenzung zur Medizin:
Alle Veröffentlichungen und Empfehlungen auf meiner Website stellen keine medizinische Beratung oder Therapie dar. Sie haben gemäß den gesetzlichen Vorgaben nicht das Ziel oder die Absicht, Krankheiten, Leiden oder Körperschäden von Menschen festzustellen, zu heilen oder zu lindern. Die Empfehlungen ersetzen nicht Beratungen oder Behandlungen durch Ärzte oder Heilpraktiker sowie verordnete Physiotherapie-Maßnahmen. Der Inhalt der Seiten ist lediglich als persönliche Meinung des Autors Martin Lang zu verstehen, nicht als Handlungsanweisung. Der Autor übernimmt keinerlei Haftung. Bitte folgen Sie in jedem Fall den Anweisungen Ihres Arztes.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Neuigkeiten

Letzte Kommentare

    Kontakt

    Zagelweg 5, 86609 Donauwörth
    Telefon: 0906 / 120 75 40
    Mobil: 0176 / 21 211 791

    Termine

    Nach Vereinbarung.
    Bitte kontaktieren Sie mich per Telefon oder Email.